LUCERNE ART BOX 2013

Künstlerisches Konzept


An verschiedenen Orten der Stadt Luzern soll die LUCERNE ART Box einmal im Jahr für

vier Wochen “ausgepackt“ werden und die örtlichen Phänomene künstlerisch aufnehmen

und aufzeigen. Das Projekt dauert drei Jahre, und der FUKA-Fonds der Stadt Luzern, mehrere

Stiftungen und eine Privatbank haben mit ihren Förderungsbeiträgen die Veranstaltungen ermöglicht. LUCERNE ART BOX will Schnittstellen ausloten, wo sich Kunst und Leben berühren. Die jeweiligen Aufführungsinhalte ergeben sich aus dem Ort, wo die Box steht, dem

gesellschaftlichen Kontext, einer Besonderheit, die auffällt.

Sie wird von den beteiligten Künstlern ausgehorcht.


Zusammenarbeit mit Berufskünstlern und
den Luzerner Hochschulen für Kunst und Musik


Masterstudenten der beiden Hochschulen wirken an diesem Projekt mit. Insbesondere erstellen

sie die Videodokumentation und kreieren die Ton- und Lichtinstallation.

Mindestens eine Kunstsparte wird jeweils durch professionelle Künstler und Choreographen

verwirklicht, was für die Studenten einen hohen Ausbildungswert hat.


Erste Veranstaltung im  Dezember 2012 auf dem Franziskanerplatz


Der erste Anlass fand während der Weihnachtsmarktzeit auf dem Franziskanerplatz statt.
In einer Performance, welche im Schaufenster einer dort gelegen Galerie/Ladenräumlichkeit stattfand, kontrastierten die Künstler mittels Tanz und Toy Piano bzw. Gitarre den Weihnachtskonsum mit dem Geschenke-Einkaufshype und der Ueberforderung.

Als professionelle Künstler wurden die Tänzerinnen Flurina Röthlin und Flurina Schaub von der

Fyling Dance Company engagiert, und die künstlerische Leitung an Nelly Bütikofer übertragen

(Gründerin und Direktorin des Fasson Theaters).


Zweite Veranstaltung im Juni/Juli 2013 in der Fussgängerzone Hertenstein


Der zweite Anlass findet an vier Donnerstagen während des Abendverkaufszeit auf dem Vorplatz

der Matthäuskirche an der Hertensteinstrasse statt. Diese Oertlichkeit wird dominiert von der

Kirche und dem Migros Einkaufszentrum. Die Kirche steht für die Agora des Mittelalters und das

Einkaufszentrum für die Agora der Neuzeit. Beide Gebäude sind aber nicht einladend, denn die

Kirche ist mit ihrer Apsis auf den Zwischen-Ort ausgerichtet und

das Einkaufszentrum wirkt wie ein Bunker.


Eine Pianistin/Sängerin, eine Grafikerin und eine Literatin kontrastieren mit sphärischen Klang-Bildern die Betriebsamkeit der Oertlichkeit, die kein Platz ist aber wie ein Vakuum die Leute

anzieht. Die Künstler verklangmalen/dichten die Reaktionen des Zufallspublikums in Musik, Bild und Wort. Die vorort entstehenden Bilder und Texte werden auf eine Leinwand projiziert und das

Publikum bei deren Gestaltung miteinbezogen. Als Künstler wurden die Pianistin und Sängerin

Esther Bächlin (Dozentin an der Musikhochschule), die Grafikerin Monica Kummer für die Klangmalerei und die Autorin Katharina Lanfranchoni für die Klangdichtung engagiert. Für Leinwandprojektion, Licht und Ton ist der Masterstudent Lukas Geisseler von der Kunsthochschule zuständig.


Dritte Veranstaltung im März 2014 im Bahnhof oder Verkehrshaus


Der dritte Anlass findet indoor an einem Ort statt, der die wirtschaftlichen Vorteile und

persönlichen Nachteile der Mobilität unserer Gesellschaft thematisiert.

Die zusammenwirkenden Kunstgattungen sind noch offen.


 Flyer (PDF)